
Petroleum and natural gas industry - Pipeline transportation systems - Geological hazards risk management for onshore pipeline (ISO 20074:2019)
NORM herausgegeben am 15.3.2020
Designation standards: ÖNORM EN ISO 20074
Publication date standards: 15.3.2020
The number of pages: 81
Approximate weight : 274 g (0.60 lbs)
Country: Austrian technische Norm
Kategorie: Technische Normen ÖNORM
Dieses Dokument legt Anforderungen fest und gibt Empfehlungen zum Geogefahren-Risikomanagement während der Phasen von Auslegung, Bau und Betrieb der Rohrleitung. Dieses Dokument ist anwendbar für alle Betreiber und Rohrleitungen (Bestand sowie in Planung/im Bau befindlich). Dieses Dokument gilt für Sammel- und Transportleitungen an Land für den Einsatz in der Erdöl- und Erdgasindustrie. Dieses Dokument ist anwendbar für alle anzunehmenden und glaubhaften natürlichen Gefährdungen bedingt durch Naturgewalten sowie Gefährdungen bedingt durch menschliche Handlungen, die ähnlich natürlichen Gefährdungen erscheinen und mit dem Sammelbegriff "geologische Gefährdungen" bzw. "Geogefahren" bezeichnet werden, oder durch die Industrie, den "Naturgewalten" zugeschrieben werden. Die in diesem Dokument behandelten Geogefahren sind u. a. Folgende (nicht nach ihrer Bedeutung angegeben): - Massenbewegungsprozesse, einschließlich Erdrutschen, lateralen Ausbreitungen, Felsstürzen, Murgängen, Lawinen, sowie vergleichbare Vorgänge, ob natürlich auftretend oder anthropogen; - Bodenabsenkung und/oder Bildung von Erdlöchern, ob natürlich auftretend, wie durch Auflösung von Salz- oder Karbonatgesteinsformationen (Karstformation), oder menschenbedingt, wie durch Untertage-Bergbau oder Förderung unterirdischer Fluide, wie z. B. Grundwasser sowie Erdöl und Erdgas; - seismische Gefährdungen, wie z. B. Bodenbeben, Verwerfungsbruch, Verflüssigung, Durchflussausfälle und laterale Ausbreitung, oder zugehörige Sekundärwirkungen, wie z. B. seismisch bedingte Erdrutsche; - vulkanische Gefährdungen, wie z. B. Lahare, pyroklastische Ströme, Lavaströme, Dammbruch, sowie vulkanisch bedingte Seismizität (ausgenommen Ascheregen), wenn solche Gefährdungen vernünftigerweise vorhersagbar sind; - hydrologische Prozesse, wie z. B. Flutung, senkrechte Unterspülung von Flussböden, Flussbett-wanderung und Seitenerosion, Ausriss des Wasserlaufs, schnelle Entwässerung von Seen; - Dauerfrostprozesse/periglaziale Prozesse und geothermale Einwirkungen, wie thermischer Abbau, Frosthebung oder Tausetzung, thermische Erosion, Thermokarst; - Erosion der Oberfläche (Überland), Grabenverfüllung und Erosion durch die Verfüllung von Erdarbeiten; - Ausdehnungs- oder Einsturzprozesse aufgrund sich ausdehnender und verformbarer Böden, wie z. B. glaziomarine Tonerden, verformbarer Löß usw. Dieses Dokument behandelt keine atmosphärischen/umweltbedingten Einwirkungen wie die Folgenden: